Am vergangenen Wochenende wollten die Aschersleben Tigers an den knappen Sieg gegen Rasta Vechta anknüpfen. Bis zur zweiten Halbzeit sah jedoch alles danach aus, dass es dieses Mal im Ballhaus nicht klappen würde. Der TSV Neustadt gilt eben nicht umsonst als eines der stärksten Auswärtsmannschaften der Liga. 

Die erste Halbzeit begann sehr schwach für die jungen Tiger. Während bei den Gästen alles zu klappen schien, diese munter den Korb attackierten und auch in der Verteidigung ein gutes Bild abgaben, rückten die Ascherslebener immer weiter in den Hintergrund. Nach bereits fünf kurzen Minuten führte Neustadt deutlich mit 3:16. Zwar konnten die Gastgeber zum Ende des ersten Viertels noch verkürzen, jedoch machten ihnen die Guards Doekhi und Kakad das Leben schwer. So kam es, dass die Tigers mit 39:49 in die Pause gingen.

„Unser aggressiver Spielstil in der ersten Halbzeit lag den Gegner scheinbar sehr gut, so dass wir in der Pause dringend umstellen mussten.“

Christian Schäfer

Dies taten die Aschersleben Tigers auch und sind fortan unter die Blöcke drunter gegangen, anstatt oben drüber zu spielen. Zwar war es nicht der Stil, den die Tigers sonst immer vertraten, jedoch brachte es kurzzeitigen Erfolg und war somit ein legitimes Mittel. Nach dem dritten Viertel konnte die Mannschaft um Kapitän Lukas Kazlauskas fast den kompletten Rückstand wieder aufholen (68:69). 

Im letzten Spielabschnitt wurde es dann noch einmal richtig spannend für die Zuschauer im Ballhaus. Die Gastgeber bekamen zwar deutlich bessere Würfe am Korb, jedoch taten sie sich enorm schwer Neustadt im 1gegen1 unter Kontrolle zu kriegen. Am Ende behielten die Tigers jedoch einen kühlen Kopf und Lukas Kazlauskas gelang der entscheidende Dreier im Spiel. Darauf hatte Neustadt keine direkte Antwort und musste sich schlussendlich mit 95:88 auswärts geschlagen geben.

Mit diesem Sieg bleiben die Aschersleben Tigers hinter den Favoriten aus Eimsbüttel und Wolmirstedt im obersten Abschnitt der Tabelle.