Am vergangenen Samstagabend bekamen die Aschersleben Tigers die letzte Chance auf einen möglichen Spitzenplatz. Im direkten Vergleich gegen die Baskets Wolmirstedt hätten die jungen Wilden das Blatt noch einmal wenden können.

Die Mannschaft um Cheftrainer Christian Schäfer staunte nicht schlecht, als sie vergangenes Wochenende die Sporthalle der Freundschaft in Wolmirstedt betrat. Mehrere hunderte Basketballbegeisterte, darunter auch die eigenen mitgereisten Fans, warteten unter Scheinwerferlicht auf den Anpfiff der Partie. Nach mehreren erfolgreichen Interviews und ersten Prognosen ging der Tanz auf dem Parkett dann los.

Im ersten Viertel fanden die Aschersleben Tigers überhaupt kein Rhythmus. Schon nach fünf Minuten stand es 10:4 für die Gastgeber und immer wieder ertönte ein Foulpfiff, wodurch den Baskets einfache Freiwürfe geschenkt wurden. Hinzu kam Allrounder Maximilian Rockman auf das Feld, welcher sich besonders schwer verteidigen ließ. Am Ende gab es allein in den ersten zehn Minuten neun Pfiffe für die Ascherslebener, die damit auch ihre Teamfoulgrenze schnell erreicht hatten. Somit liefen sie kurzerhand einen Rückstand von 24:13 hinterher.
Das zweite Viertel lief daraufhin relativ ausgeglichen. Zwar konnten die Tigers nur geringfügig an ihre Gegner herankommen, kämpften jedoch stark mit allen Mitteln. Bei Wolmirstedt war es Rockmann, der nach Belieben punktete, während die Tigers auf Kapitän Lukas Kazlauskas zählen konnten. Kurz vor der Pause traf dann Daniel Roach noch zum 41:27 Halbzeitstand.

Nach der Pause sollte sich dann im Sachsen-Anhalt Derby alles ändern. Christian Schäfer stellt die Taktik um und seine Mannschaft legte einen 15-0 Lauf auf das Parkett. Damit drehten sie die Partie mit einer ungewöhnlichen Strategie auf 48:51. Statt wie üblich mit zwei Großen und drei Guards, setzte Schäfer nämlich auf Blanchard Obiango als einzigen Big Man und mit Alexander Helten, Lukas Kazlauskas, Eduard Hoffmann und Sebastian Ionescu gleich auf vier Guard auf dem Feld. Die Idee ging auf und zum Ende des dritten Viertels war die Partie mit 55:54 wieder komplett offen.
Im letzten Spielabschnitt war es erneut ein Spiel auf Augenhöhe. Die Tigers versuchten sich über die Defense in der Partie zu halten, während sich Wolmirstedt auf die Qualität ihrer Schützen und Point Guards verließ. Leider punkteten die Gäste dafür zu wenig für ein würdiges Derby und mussten sich nach einem spannenden Spiel mit 76:68 geschlagen geben.

Wie waren drin, wir hatten die Chance, am Ende war Wolmirstedt ein bisschen besser.

Fabian Ristau

Trotz Niederlage applaudierten die zahlreich mitgereisten Ascherslebener für ihre Mannschaft und zollten dem großen Kampfgeist Respekt.
Am kommenden Samstag steht dann nach langer Zeit mal wieder ein Heimspiel an.

Davor Barovic (8/6 Rebounds), Fabian Ristau (3/3 Rebounds), Daniel Roach (10/10 Rebounds), Alexander Helten (7), Lukas Kazlauskas (17/4 Assits), Georgios Tyrekidis, Eduard Hoffmann (6/5 Rebounds), Sebastian Ionescu (11/3 Rebounds), Blanchard Obiango (6/3 Rebounds), Maximilian Mayer (1 Rebound)