Die Aschersleben Tigers durchlebten die zweite Woche in Folge einen echten Basketball-Krimi in der eigenen Ballhaus-Arena. Dieses Mal reiste der Favorit aus Wolmirstedt an, jedoch ohne ihren Importspieler Jordan Talbert. Doch auch bei den Tigers fehlte ein Spieler: Urgestein Sebastian Harke.

Die Mannschaft um Kapitän Lukas Kazlauskas startete konzentriert mit einem 6-0 Lauf in die Partie gegen die Baskets Wolmirstedt. Diese ließen sich jedoch nicht beirren und scorten vor allem über ihren Shooting Guard Joseph Hart von Außen. Daraufhin lief in der Offensive der Ascherslebener weniger zusammen, sodass die Gäste das erste Viertel mit 12:18 für sich entscheiden konnten.

Im zweiten Viertel versuchten die Tiger den Ball dann öfter in den Low Post zu bringen. Daraus entstanden zwar nicht immer Punkte, aber die Aktionen endeten zumindest mit einem Foul, welche später im Spielverlauf immer mehr an Bedeutung annahmen. Als Lukas Kazlauskas eingewechselt wurde, hatte dieser Probleme ins Spiel zu finden. Einzig Sebastian Ionescu und Davor Barovic punkteten zuverlässig in dieser Phase und gingen mit einem 8-Punkte-Rückstand in die zweite Halbzeit.

Der ungeschlagene Tabellenführer aus Wolmirstedt kam an diesem Abend dann sehr siegessicher aus der Pause, was die Aschersleben Tigers nutzten und gemeinsam mit Ionescu, Helten, Ristau, Roach und Barovic den Rückstand kurzerhand aufholten. Dafür gesorgt hat vor allem das vierte Foul des Center Adekunle der Gäste, der daraufhin auf der Bank Platz nehmen musste. Vor dem letzten Spielabschnitt wurde es dann noch einmal eng, denn die Tigers waren mit nur noch zwei mageren punkten (50:52) von Wolmirstedt entfernt und damit auch von einem Derbysieg.

Wie von Cheftrainer Christian Schäfer vor der Partie angekündigt, konnte die Schlacht in der Offensive nicht gewonnen werden. Jedoch stand die Defensive der Ascherslebener fest und die Konstanz von Center Davor Barovic unter dem Korb, brachte die Tiger immer wieder nach vorn. Mit 13 Rebounds, 14 erzielten Punkten und sechs Vorlagen für seine Mitspieler, war er der Mann des Abends.
Angepeitscht von der Heimkulisse, die das Ballhaus kräftig zum Beben brachten, verteidigten die Männer stark und intensiv weiter. Zwar versuchten die Gäste noch mit Fouls die Tigers an die Linie zu bringen, hatten aber nicht damit gerechnet, dass Lukas Kazlauskas und Eduard Hoffmann die Nerven behielten und fast alle Freiwürfe verwandelten.

Unter großem Getöse gelang es den Aschersleben Tigers schlussendlich den bis dahin ungeschlagenen Ligafavoriten aus Wolmirstedt mit 74:68 zu schlagen. Ein größeres Geschenk nach der bitteren 1-Punkte-Niederlage am Wochenende zuvor, hätte es wohl kaum geben können.

Skip Samson (1 Rebound), Davor Barovic (14/13 Rebounds/6 Assists), Fabian Ristau (3/5 Rebounds), Daniel Roach (11/3 Rebounds), Alexander Helten (3/2 Rebounds), Lukas Kazlauskas (15/2 Rebounds), Georgios Tyrekidis (1/ 3 Rebounds), Jaleel Crawford (2 Rebounds), Eduard Hoffmann (11/2 Rebounds), Sebastian Ionescu (16/3 Rebounds/3 Assists)