Nach dem starken Heimspielauftritt gegen Göttingen, ließen die Aschersleben Tigers beim Aufsteiger Bramsche wichtige Punkte liegen.

In einem temporeichen ersten Viertel hatten die Tigers noch die Oberhand. Zwar fielen von Außen viele offene Würfe nicht, doch spätestens nach dem ersten Wechsel spielte Aschersleben noch schneller. Mit Lukas Kazlauskas, Sebastian Ionescu, Fabian Ristau, Daniel Roach und Sebastian Harke ging das erste Viertel mit 15:24 an die Gäste.

Bramsche stellte auf eine Zonenverteidigung um und Aschersleben reagierte. „Wir haben uns auf diese Situation vorbereitet und wollten immer wieder den Center Cuic attackieren. Immer wieder landete der Ball in der Ecke und wir zwangen Cuic zu einem Closeout, leider blieben unsere Abschlüsse ohne Erfolg“, so der Tigers Trainer nach Abpfiff.
Von der Dreierlinie fiel bei den sonst so wurfsicheren Tigers absolut nichts. Zwar landete der Ball immer wieder da, wo sie ihn haben wollten, doch sie konnten keinen Profit daraus schlagen. Somit blieb eine enge Halbzeitführung (32:38).

Nach dem Seitenwechsel setzte Bramsche weiter auf die Zonenverteidigung und Aschersleben verlor zu viele Bälle, was in einfachen Punkten für die Gastgeber endete. Kapitän Lukas Kazlauskas versuchte mit aller Macht das Spiel zu gewinnen und kämpfte bis aufs Äußerste – was sich auch in seinen starken Zahlen widerspiegelte. Trotz allem kam Bramsche bis zum Start des letzten Viertels noch einmal nah heran (52:56).

Die Halle tobte in Bramsche, der Gastgeber scorte nun auch die schweren Würfe. Angeführt von Aleksandar Cuic, der im letzten Spielabschnitt zwei seiner 3-Drei-Punkt-Würfe traf, scorte die gesamte Mannschaft nach Belieben. Während bei den Red Devils die Würfe deutlich über ihrer Quote fielen, war es bei den Gästen genau anders herum. Alexander Helten, Fabian Ristau und Max Mayer trafen zusammen nur 1 von 11 Dreiern. Bramsche übernahm die Führung mit fünf Punkten und die Tigers mussten ein Timeout nehmen.

Aus dem Timeout drehten die Tigers den Rückstand in eine 75:76 Führung. Der letzte Wurf war zwar erneut weit offen, jedoch fand dieser nicht sein Ziel. Bramsche trieb den Ball mit noch neun Sekunden nach vorn, Daniel Roach stoppte den Import, doch die Referees entschieden sich auf einen Einwurf für Bramsche – direkt an der Grundlinie unter dem Tigers Korb. Noch 2,5 Sekunden auf der Uhr – Timeout Bramsche – die Tigers verteidigten konzentriert. Dann, nah am fünf Sekunden Pfiff, spielte der Gastgeber noch den Pass auf Cuic, der aber von Barovic zugemacht wurde – erneuter Einwurf und immer noch zwei Sekunden auf der Uhr.

Erneut soll der Ball zum Centerstar, doch die Tigers verteidigten stark und so kam der Ball in die kurze Ecke. Ristau tippte den Ball an und verhinderte so den Wurf der Gastgeber. Der Bramscher Guard erreichte diesen jedoch noch, dribbelte und drehte sich gegen zwei Spieler und traf. Die Tigers hingegen waren sich sicher, dass es nicht nur zwei Sekunden gewesen sein können. Die Schiedsrichter berieten sich lange und entschieden dann den Treffer zum 77:76 Sieg zählen zu lassen.

Damit ist das Märchen ausgeträumt und die Chance auf den Meisterschaftstitel, zumindest in dieser Saison, in unerreichbare Ferne gerückt. Zum kommenden Samstag werden die Krallen dennoch wieder geschärft, dann spielen die Tigers nämlich gegen die Rendsburg Twisters um den nächsten Heimsieg. Dann hoffentlich wieder mit mehr Wurfglück.

Davor Barovic (6/9 Rebounds), Fabian Ristau (3 Rebounds/4 Steals), Daniel Roach (15/8 Rebounds), Alexander Helten (3), Lukas Kazlauskas (26/5 Rebounds/6 Assists), Georgios Tyrekidis (2 Rebounds), Sebastian Harke (7/5 Rebounds), Eduard Hoffmann (9/3 Rebounds), Sebastian Ionescu (10), Maximilian Mayer