Vergangenen Samstag standen die Vorzeichen für die Aschersleben Tigers nicht optimal gegen den neunplatzierten aus Vechta. Der Held des vergangenen Heimspiels, Eduard Hoffmann, fiel wie auch schon in der Vorwoche verletzungsbedingt aus. Dennoch schafften sie es knapp, einer Niederlage zu entkommen.

Aschersleben startete wie auch in der Vorwoche mit Lukas Kazlauskas, Alexander Helten, Fabian Ristau, Daniel Roach und Davor Barovic in die Partie. Nachdem Helten die Partie mit einem einfachen Korbleger eröffnete, traf auch Fabian Ristau seine Würfe von Außen. Mit 29:17 ging ein offensives Viertel relativ deutlich an die Ascherslebener.

Im zweiten Spielabschnitt bekam dann jeder Spieler der Tigers Spielzeit und Kapitän Lukas Kazlauskas seine Pause. Vechta nutzte die Chance, vor allem mit Tim Insinger, der 10 seiner 16 Würfe traf und auch 8/11 von der Dreierlinie. Auch nach der Einwechslung von Kazlauskas fand die Mannschaft keinen Rhythmus und so konnten die Gäste die Partie bis zur Pause offen gestalten. 40:37 Halbzeitstand.

Aus der Kabine kam eine schwache Heimmannschaft und bei Vechta übernahm der US-Importspieler Ryan Quiad Verantwortung. Der Gastgeber zeigte sich in dieser Phase defensiv einfach zu passiv und unengagiert, sodass Vechta zu Recht die Führung übernahm. Egal welche Konstellation auf dem Feld stand, Aschersleben fand einfach nicht in das Spiel, auch zwei Timeouts brachten keine Wende. Am Ende rannten die Tigers einem 59:64 Rückstand hinterher.

Das vierte Viertel war ein Spiel auf Augenhöhe. Vechta punktete, Aschersleben ebenfalls. Vechta verfehlte, so auch die Tigers – es fehlte immer das letzte Fünkchen Glück. Vechta galt vor der Partie als schwächstes Dreierteam der Liga. An diesem Samstagabend traf die Bundesligareserve allerdings unfassbare 46,2% von Außen. Das waren über 20% mehr als ihr Durchschnitt in der aktuellen Saison. Aschersleben baute daraufhin das Spiel um Kazlauskas auf. Der Litauer kreierte aus Pick and Roles mit Barovic immer wieder für Ionescu oder dem stark aufgelegten Daniel Roach. 40 Sekunden vor Ende war das Spiel eigentlich mit vier Punkten Vorsprung für Aschersleben und Ballbesitz gewonnen. Doch Sebastian Ionescu zeigte Nerven und verlor den Ball, woraufhin Rasta einen Dreier trifft. Den nächsten Angriff konnten die Tigers nicht im Korb unterbringen und so hatte Vechta fünf Sekunden Zeit und Einwurf an der Baseline. Tim Insinger bekam einen freien Wurf doch verwirft – Sebastian Harke rebound – 81:80 Spielende. Das Ascaneum stand schon wieder Kopf und das nur Wochen nach der Zitterpartie gegen Bergedorf.

Das war nicht die beste Leistung, die wir an diesem Abend auf das Parkett gezaubert haben, jedoch zählt am Ende der Sieg.

Präsident Nico Meinicke

Skip Samson (1 Rebound), Davor Barovic (6/5 Rebounds), Fabian Ristau (12/5 Rebounds), Daniel Roach (17/5 Rebounds), Alexander Helten (6/2 Rebounds), Lukas Kazlauskas (17/11 Assists), Georgios Tyrekidis (1 Rebound), Sebastian Harke (2/5 Rebounds), Sebastian Ionescu (21)