Vergangenen Sonntag sollten die Aschersleben Tigers als vermeintlicher Favorit in die Partie gegen den VfL Stade gehen, doch ohne Urgestein Sebastian Harke und Shooting Guard Alexander Helten reichte es am Ende doch nicht aus.

Als die Ascherslebener am Nachmittag nach einer langen Anfahrt die Halle in Stade betraten, war keine Traurigkeit mehr zu spüren. Die Gastgeber schienen den Abgang von Publikumsliebling Oscar Andres bereits verkraftet zu haben und waren mit dem restlichen Kader vollkommen fokussiert auf die Partie. Auch ohne US-Import Reco McCarter war der VfL in Überzahl. Auf der anderen Seite wärmten sich nervöse Tigers auf, die mit ausgedünnter Mannschaft noch nicht so recht wussten, wo die Reise hingehen sollte.

Das Spiel startete zunächst sehr ausgeglichen zwischen den beiden Vereinen. In der Offensive erreichten nur wenige, ausgewählte Bälle ihr Ziel in den Korb. Die restlichen Würfe benötigten entweder einen zweiten Anlauf oder wurden vom Gegner vor der Nase weggeschnappt. Dafür stand die Defensive umso mehr. Dabei war es vor allem Maximilian Mayer, der es speziell Center Georgios Tyrekidis schwer machte. Dennoch hielten die Aschersleben Tigers dem Jubel der rund 200 Zuschauer der Gegner zunächst Stand und beendeten das erste Viertel mit einem Gleichstand (18:18).
Daraufhin machte Stade die wichtigsten Passwege der Tigers dicht, worauf diese zunächst keine richtige Antwort hatten. Hinzu kam, dass die meisten Freiwürfe daneben gingen, so dass die Gäste zur Halbzeit mit 39:32 hinten lagen.

Im zweiten Spielabschnitt stand die Defensive weiterhin sehr stark und die Punkte fielen auf beiden Seiten nur mühsam. Jedoch legten die Gastgeber auf und ließen Leon Rosenstein nach Belieben scoren. Für die restliche Treffer sorgte Nil Angelats, der bereits in der Vorbereitung als gefürchteter Gegner galt. Am Ende des dritten Viertels kommen die Ascherslebener zwar noch einmal heran, jedoch soll es am Ende nicht ausreichen. Jamo Ruppert setzte die Tigers mit zielsicheren Freiwürfen ordentlich unter Druck und traf damit bei Fabian Ristau einen schwachen Nerv. Dieser schoss den entscheidenden Dreier in letzter Sekunde daneben und somit blieb den Aschersleben Tigers eine Overtime, sowie die damit verbundene Abwendung einer Niederlage, vergönnt. Die Partie endete mit 62:59.

Am kommende Wochenende hat die Mannschaft um Cheftrainer Christian Schäfer jedoch die Chance diesen Patzer wieder auszubügeln. Beim letzten Spiel vor Weihnachten wird es unter anderem auch Gewinnspiele geben. Also, kommt vorbei und unterstützt uns fleißig.

Skip Samson, Davor Barovic (8/6 Rebounds), Fabian Ristau (8), Daniel Roach (3/7 Rebounds), Lukas Kazlauskas (11/5 Rebounds/5 Assists), Georgios Tyrekidis (5/6 Rebounds), Eduard Hoffmann (12/3 Rebounds), Sebastian Ionescu (12)