Den Tigers die Pfoten verbrennen – das könnten die Red Dragons, wie sich die WSG Königs Wusterhausen auch nennt, am kommenden Samstag problemlos. In der Auswärtspartie treffen die Ascherslebener Basketballer nicht nur auf namhafte Spieler, sondern zugleich auf ihren ehemaligen Trainer Michael Opitz. Nach einem verpatzten Start in die Saison, bewiesen die Ligakonkurrenten alsbald ihre Gefahr und gehen als Favoriten in die anstehende Begegnung.

Damit treten die Tigers erstmalig als Underdogs an, weshalb eine schwere Aufgabe bevorsteht, wie Trainer Thorsten Weinhold anmerkt: „Wir werden das Hauptaugenmerk darauflegen, die gefährlichsten Gegenspieler in den Griff zu kriegen. Wir gehen nicht als Favoriten da rein. Ich zähle Königs Wusterhausen in diesem Jahr zu den Top-Teams der Liga und großen Favoriten für den Aufstieg.“ Umso akribischer gilt es sich auf den Gegner vorzubereiten und einen Blick auf die stärksten Stützen des Gegners zu werfen.

Zwar begann die Saison überraschend mit einer 80:83-Niederlage im Overtime-Krimi gegen den MTV BG Wolfenbüttel, die den Klassenerhalt anstreben, allerdings wurden sie in den folgenden Spielen ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit einem 95:63-Sieg gegen die TSG Bergedorf von 1860 sowie dem letzten, erfolgreichen Spiel gegen den SC Rasta Vechta (84:57), bewiesen sie ihre Stärken, ehe sie die Begegnung des vergangenen Spieltages verlegen mussten. „Wir treffen auf einen gefährlichen Gegner, die neben erfahrenen Kräften, körperlich sehr große Spieler haben. Coach Michael Opitz sucht stets einen sehr guten Amerikaner aus.“, resümiert Weinhold. Dass die Tigers nicht auf ein ähnlich leichtes Spiel wie in der Saisonvorbereitung, in der der sie mit 90:58 das Testspiel deutlich beendeten, liegt vor allem am damals nicht gestarteten Oliver Mackeldanz.

Der ehemalige Bundesligaspieler ist Dreh- und Angelpunkt der Red Dragons und führt sein Team sowohl offensiv wie auch defensiv an. In der easyCredit Basketball Bundesliga sowie der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA lief Mackeldanz auf und galt beim Bundesligisten Science City Jena als Leistungsträger des Teams, ehe es ihn zurück nach Königs Wusterhausen zog. Dort begann unter Anderem seine Karriere als junger Center, wobei er inzwischen den Unterschied im Spiel der Red Dragons macht. Im Schnitt produziert der 2.11m-Hühne nicht nur 26.3 Zähler in der Partie, sondern überzeugt zugleich in der Defensive mit durchschnittlich 15.7 Rebounds.

Hilfreiche Unterstützung findet der ehemalige Profi durch Acha Njei, der wie Mackeldanz in der höchsten Spielklasse Deutschlands auflief. Dass er dort nur als Rollenspieler eingesetzt wurde, tut seinen Leistungen in der 1. Regionalliga Nord keinen Abbruch, wie durchschnittlich 15 Punkte pro Spiel unterstreichen. Ergänzt werden die namhaften Spieler durch Tomislav Gabric. Sein Können legte der Serbe bereits in den Aufstiegsbegegnungen gegen sein ehemaliges Team der SBB Baskets Wolmirstedt dar und kann auf Erfahrungen aus der Slowakei sowie Norwegen, wo er bereits die Meisterschaft feierte, zurückblicken. Mit 6.7 Rebounds und 7.7 Zählern im Schnitt unterstreicht er seine Relevanz im Angriff und in der Verteidigung. Zudem stieß in der letzten Partie gegen den SC Rasta Vechta der US-Amerikaner Montrell Dixson hinzu. Der Swingman trug in seinem ersten Spiel im Dragons-Dress 8 Zähler sowie 4 Rebounds bei, wobei die weitere Entwicklung mit dem Trainingsfortschritt abzuwarten bleiben.

Insgesamt müssen sich die Aschersleben Tigers auf einen physisch harten Gegner einstellen, der keine leichten Körbe zulassen wird, dafür aber einzuschenken weiß. Ob die Red Dragons Königs Wusterhausen ihren Gegnern Feuer machen werden oder die Tigers vorher ihre Krallen ausgefahren haben, wird spätestens zum Anpfiff am kommenden Samstag, den 16. Oktober 2021 um 18.00 Uhr, zu sehen sein.