Es ist hinlänglich bekannt, dass Spieler lieber das Spiel dem Training vorziehen. Somit dürfte das kommende Wochenende ganz nach dem Geschmack der Ascherslebener Basketballer sein. Nachdem die Red Dragons Königs Wusterhausen ihr Feuer wiederfanden, steht am Freitagabend die Nachholpartie auf dem Plan, in dem die Brandenburger ihren Gegnern sicherlich Feuer machen wollen. Keine 48 Stunden später müssen die Tigers sich dann in die von Monkeys besetzten Löwen-Stadt Braunschweig machen. Wunden lecken bleibt also kaum, wenn es aus der Drachenhöhle zum Dschungel-Nachbarn ins kleine A36-Derby geht.

Drachenzähmen schwer gemacht

Genügend Gründe zum Feuer speilen dürften die Königs Wusterhausener haben. Nachdem sie ihre Corona-Infektionen überstanden haben, mussten die Dragons zuletzt einige Niederlagen verkraften, weshalb sie nun auf dem Tabellenplatz 11 wiederzufinden sind. Dies sollte dennoch nicht über ihre Stärken hinwegtäuschen, wie auch Tigers-Trainer Thorsten Weinhold bestätigt: „Die, zurecht als Mitfavorit in die Saison gestarteten, Brandenburger sind von Verletzungen und Corona gebeutelt. Die, um die bundesligaerfahrenen Spieler zusammengestellte, Mannschaft ist nicht nur eine der längsten Mannschaften der Liga, sondern verfügt auch über so viel Talent im Kader. Sie können damit jeden Gegner schlagen können.“ Der Kopf der Mannschaft ist einer dieser ehemaligen Bundesligisten – Oliver Mackeldanz. Der Center weiß sowohl Feuer zu speien (25.3 Punkte, 11.8 Rebounds / Partie) als auch seine Mannschaft  erfolgreich anzuführen. Weiteren Auftrieb erfahren die Dragons durch ihren Flügel mit Souleymane Diallo (12.1 Punkte und 6.8 Rebounds pro Partie) sowie Acha Njei (13.6 Punkte / Partie). Letztgenannter lief allerdings nicht am vergangenen Wochenende auf. Darauf, dass der ehemalige Bundesliga-Spieler auch den Ascherslebener Hintern nicht heiß machen wird, verlassen sich die Gäste nicht. Zudem treffen die Tigers auf weitere, für sie gut bekannte Namen – Trainer Michael Opitz und Guard Andrew Louis Jones. Letztgenannter blickt ebenfalls auf eine Karriere in der BARMER zweiten Basketball Bundesliga zurück und überzeugt ebenso im wurfgefährlichen Quartett (13 Punkte, 4.7 Rebounds / Partie).

Freche Dschungel-Nachbarn wollen Punkte behalten

Nachdem die Tigers den Ritt durch die Drachenhöhle bewältigt haben, führt es sie am Sonntagnachmittag in vermeintlich bekanntes Terrain und zum kleinen A36-Derby. Denn mit den Monkeys aus der SG Braunschweig treffen sie auf niedersächsische Dschungel-Nachbarn. Das Kooperationsteam der Basketball Löwen Braunschweig ist bestückt mit talentierten Doppellizenz-Spielern, die ebenso im Kader des Bundesligisten anzutreffen sind. Der King Lui der Braunschweiger stellt Forward Sananda Fru nicht nur hinsichtlich seiner Größe mit 2.05m dar. Er führt ebenso die Monkeys auf dem Court (12.8 Punkte, 9.9 Rebounds / Partie) an. Weitere Punkte sammeln Simon Roosch (16.6 Punkte, 4.9 Rebounds / Partie), Damjan Milutinovic (11.2 Punkte / Partie) und Joshua Burgunder (10.5 Punkte / Partie) ein und strahlen damit die größte Gefahr für ihre Gegner aus. Zwar fällt Simon Roosch verletzungsbedingt aus, allerdings kann ansonsten von einem vollständigen Team ausgegangen werden, da die Löwen ein spielfreies Wochenende haben und die Doppellizenz-Inhaber sich ihre Mähne erst noch erarbeiten müssen. Die Mischung von frechen Monkeys und jungen, hungrigen Löwen könnte den Tigers folglich eine wilde Partie bescheren, wie Coach Weinhold bestätigt: „Seit dem fulminanten Derby- Sieg gegen Wolfenbüttel zeigt sich der Kooperationspartner der Basketball Löwen Braunschweig zunehmend stabil. Sie konnten gleich ein weiteres Spiel gewinnen sowie auch, gegen vorn in der Tabelle stehende Teams, respektable Ergebnisse erzielen. Die  Mannschaft gehört physisch zu den Topteams der Liga und stellt das auch regelmäßig unter Beweis. Ein schwerer Doppelspieltag für uns, zumal beide Spiele auswärts gespielt werden müssen.“

Dass die Monkeys nicht zurückschrecken werden, bestätigt auch SG-Sportkoordinator Björn Becker: „Wir wollen natürlich jedes Spiel kämpfen. Mit einem jungen Team ist das nicht immer einfach, aber sie geben alles. Wir möchten uns gegen Aschersleben gut präsentieren, was eine sehr schwierige Aufgabe wird. Wir werden vernünftig scouten und versuchen zwei Punkte zu Hause zu halten. Aber uns begleitet auch Verletzungspech – Simon Roosch fällt aus -, was schwer wird zu kompensieren.“

Tigerstarke Unterstützung in Monkeytown willkommen

Ob das Drachen zähmen für Raubkatzen leicht ist und die Tigers, anders als im Dschungel-Buch, sich gegen die von King Lui besetzte Stadt behaupten können, dass wird sich am kommenden Wochenende zeigen. Ein kurzer, aber wilder Ritt durchs Wochenende wird es allemal. Anpfiff in der Drachenhöhle in Königs Wusterhausen ist am Freitag, den 26.11.2021 um 19.45 Uhr. Über tigerstarke Unterstützung im kleinenA36- Derby in der, durch Monkeys belagerten, Löwenstadt Braunschweig würden sich die Ascherslebener  Basketballer freuen. Die Partie wird am Sonntagnachmittag, den 28.11.2021 um 16.00 Uhr, in der Sporthalle Alte Waage angepfiffen (Hinweis: Einlass für bis zu 200 Zuschauer und unter Einhaltung der 2G-Regelung).