Wie es sich gehört, wurden zum heimischen Jahresauftakt die offensiven Raketen gezündet. Zu Beginn bei beiden Gegnern, ehe die Tigers zur zweiten Hälfte vollends übernahmen. Mit Unterstützung des Tigerkäfigs ließen sie nichts mehr anbrennen und vollendeten den Siegeszug mit 94:59. Mit Double-Double (22 Punkte, 22 Rebounds) avancierte Tyrese Davis zum stärksten Tigers-Schützen.
Gute Pässe zum Start ließen ein offensiv ansehnliches Spiel versprechen und dieses folgte alsbald. Nachdem die Tigers in der Punkteschlacht zurück lagen, holte Yannick von Hain per Dreier die erstmalige Führung (8:7, 2. Minute). Angeführt von Tyrese Davis und Niks Salenieks arbeiteten die Tigers mit vereinten Kräften daran, die Oberhand zu behalten und Rendsburgs Joshua Meyer unter Kontrolle zu bekommen. Die gute Gesamtleistung schafften die Ascherslebener nicht bis zum Ende durchzuziehen, vielmehr wurde es in den letzten Minuten unruhig. Dennoch konnten die Tigers das Viertel mit 23:19 für sich abschließen.
Unzufrieden mit den Leistungen ihrer Teams waren beide Coaches zu Beginn der kommenden Minuten. Die offensiv ansehnlichen Minuten wurden abgelöst von weiterhin starker Defense, allerdings nur schwerlich durch die Reuse findender Bälle. Auch gegen die Twisters-Spieler Meyer fanden die Hausherren weiterhin keine Antwort und ließen am Ende zu viele Ballverluste zu, die ihre Gäste sofort verwerteten. Ein Feldwurf von Carlo Meyer ließ wieder etwas Zeit zum Verschnaufen (41:34, 19. Minute), ehe es mit zwei weiteren Zählern auf Rendsburger Seite in die Kabinen ging (41:36, 2. Viertel).
Zweite Hälfte von Tigers gekrallt
Aus dem Feld eröffnete von Hain zum Schlagabtausch, den die Tigers für sich entschieden (51:40, 23. Minute). Dieser mündete in einen 10:2-Lauf der Hausherren, in dessen Folge Twisters-Headcoach zur Ansprache bat (61:42, 26. Minute). Zwar waren die Ascherslebener nun nicht mehr solch schnellen Fußes unterwegs und die Norddeutschen fanden ebenso wieder Antworten, der Führung der Tigers tat dies allerdings keinen Abbruch (71:52, 3. Viertel)
An die Glanzleistungen am Korb schlossen die Tigers an und Davis bewies weiterhin seine Fertigkeiten, sodass die Tigers sich einen weiteren 13:2-Lauf krallten (84:54, 34. Minute). Als fühlte er sich nun vollends im Tigerkäfig angekommen, legte Anthony McDonald in der Schlussphase auf. In Folge trat ein erster Wunsch nach den 100 auf, der wohl zu früh ausgesprochen wurde. In den letzten Minuten gaben die Tigers nochmals zu viele Bälle an ihre Gegner ab. Der deutliche 94:59-Sieg sollte folglich wenig spannend eingefahren werden.
Stimmen zum Spiel:
Alexander Helten, Headcoach der Aschersleben Tigers: “Ich denke, die erste Halbzeit war stark umkämpft. Da haben wir uns schwer getan und Rendsburg einfache Sachen zugelassen. Sie hatten zum Schluss 17 Offensiv-Rebounds, das ist einfach zu viel. Wir waren am Ende glücklich, weil sie auch die Dreier nicht getroffen haben. Da waren einige Offene dabei. Am Ende des Tages haben wir einen besseren Job in der Defense gemacht, waren wacher, haben einfache Steals geholt, einfache Layups geholt. Das ist wichtig.”
Max Rockmann, Headcoach der BBC Rendsburg Twisters: “Erst einmal Glückwunsch. Es war am Ende relativ deutlich, was ich so nicht erwartet habe. Beide Mannschaften sind offensiv gut ins Spiel gestartet. Es war ein relativ offener Schlagabtausch. In der zweiten Halbzeit haben wir einfach den Faden verloren. Wir haben uns überlaufen lassen, Aschersleben mit Kleinigkeiten stark gemacht, das was wir wegnehmen wollten zugelassen. In der Offensive hatten wir einen schwarzen Tag. Wenn du 3 von 33 Dreiern triffst, wird es schwierig ein Spiel zu gewinnen und deshalb wurde es am Ende so deutlich.”
Stats
Für die Aschersleben Tigers spielten: Davis 22 Punkte / 22 Rebounds, von Hain 18, McDonald 14 / 7, Salenieks 10 / 6 Assists, Meyer 9, Cam 6, Giebel 6, Höhmann 6 / 8, Koulibaly 3
Für die BBC Rendsburg Twisters spielten: Meyer 24 Punkte / 13 Rebounds, Rixen 13, Mevius 5, Willer 5, Skorsch 4, Rump 3, Thiam 2, Zivkovic 2, Hansen 1, Sopha, Kemmling