Ob es dem Heimrecht geschuldet war oder dem größeren Glück – der knappe 79:78-Sieg am Freitagabend war wichtig für die Aschersleben Tigers. Denn keine 48 Stunden später hatten sie ihre Krallen zu Hause gelassen und liefen vor allem im ersten Viertel zahnlos durch die Stader Halle. Nun soll und muss es das erkämpfte Heimrecht richten.

Nach dem deutlichen 85:70-Erfolg eines starken Stader Teams kommt es am Freitagabend wieder zu einem heißen Tanz im Tigerkäfig, denn es steht das finale Do-Or-Die-Spiel in der Sporthalle am Ascaneum an. Für ein spannendes und gutes Spiel werden dann hoffentlich wieder beide Teams sorgen. Denn am Sonntagnachmittag überzeugte vor allem der VfL Stade mit starken Drei-Punkte-Würfen in Serie, gekonnter Verteidigung und guten Ideen. Für Respekt zollt auch, dass die starke Zonenverteidigung, die den Tigers bereits im ersten Playoffs-Spiel vor Herausforderungen stellte, durch die Zeit durchgehalten wird. Dies trug ebenso wie die schlechte Trefferquote der Ascherslebener, zur Niederlage der Gäste bei. Erschwerend kam hinzu, dass wieder einmal das spanische Guard-Gespann Nil Angelats Regincos und Frances Iturria Salvador nicht in Schach gehalten werden konnte. Nicht nur, dass sie bereits in Aschersleben das Blatt im letzten Viertel drehten, vielmehr legten sie in heimischer Halle eine Schippe drauf. Mit weichen Wurfhändchen und starker Trefferquote aus dem Feld (Salvador 50 %, Regnicos 60 %) avancierten sie nicht umsonst zu den Topscorern ihrer Mannschaft. Es wird ein Gelingen der Tigers also ebenso wichtig sein, diesen Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Stader einzuschränken.

 Zwar hatte Coach Thorsten Weinhold am Samstagvormittag die Fehler besprochen und Ideen für die zweite Begegnung entwickelt, gefruchtet hatte dies allerdings nicht. Das Team wird in dieser Woche somit einiges zu besprechen haben. “Die Analyse, die direkt nach dem Spiel begann, werden wir genauestens fortführen. Wir schauen wo wir im Angriff noch bessere Optionen herausspielen und die Stader Offensive noch mehr einschränken können. Das wird eine harte und intensive Trainingswoche.”, ließ Trainer Thorsten Weinhold bereits verlautbaren.

Die Eingangs der Halbfinalserie angesprochenen Ähnlichkeiten der Mannschaften triften in der Vorbereitung auf die finale Begegnung auseinander, denn für die Stader steht vor allem die Arbeit am eigenen Spiel im Vordergrund. Doch das im letzten Moment erworbene Heimrecht der Ascherslebener könnte zu einem Faktor werden. Das unterstreicht auch Stades Coach Fernandez: „In Aschersleben ist die Stimmung sehr gut mit vielen tollen Leuten. Auch nach dem Spiel hatten wir wirklich nette Gespräche. Glückwunsch dafür.” Dass der zweite Platz nicht umsonst erkämpft wurde, dafür soll im finalen Halbfinal-Spiel der Playoffs erneut der Tigerkäfig sorgen und zu lautem Tigergebrüll verhelfen.

Anpfiff zum Spiel ist am Freitag, den 08.04.2022 um 19.30 Uhr, in der Sporthalle am Ascaneum.