Die Vorsätze waren gut und zeigten sich in der Anfangsphase. Allerdings reisten die Aschersleben Tigers bereits unter erschwerten Bedingungen, ohne den erkrankten Headcoach Alexander Helten, an, weshalb Marcel Koulibaly als Spieler-Coach einspringen musste. Dennoch bewiesen die Tigers eine geschlossene Teamleistung, mussten sich gegen die stärkeren TSV Neustadt temps Shooters mit 94:85 geschlagen geben. Zum Topscorer der Tigers avancierte Yannick von Hain mit 23 Zählern.

Fand Neustadts Chris Kwilu den Einstieg, ließ es Tyrese Davis im wahrsten Sinne des Wortes alsbald krachen und legte nach, was zunächst die Führung brachte (2:5, 2. Minute). Den folgenden Ausgleich entflohen die Gäste, nach Dreier von Fabian Giebel, schnell wieder. Doch Matej Jelovcic legte für seine Shooters nach (10:10, 6. Minute). Es folgte ein Kampf um die Führung, in der Yannick von Hain, aus seiner Paradedisziplin, wieder den Abstand für die Ascherslebener (12:16, 8. Minute) krallte und aus gleicher Distanz das Viertel wenig später beendete (14:19, 1. Viertel).

Aus dem Feld eröffnete Jelovcic für die temps Shooters (17:19, 11. Minute), woraufhin ein Schlagabtausch, um die Oberhand des Spiels, entbrannte. Die Tigers fanden hingegen nicht ihren Flow und so setzten sich die Hausherren konstant ab (29:23, 14. Minute). Doch die Ferndistanz, gezogen von Giebel, sollte es erst einmal wieder richten (29:28, 15. Minute). Allerdings sollte dies nur ein Momentum sein, in Folge fielen die Körbe für die Shooters weiter, weshalb sie sich bis zur Pause die zweistellige Führung holten (47:37, 2. Viertel). 

Starke Schlussphase bringt keine Überraschung

Auch die zweite Halbzeit startete mit drei Zählern durch von Hain, der damit einen kleinen Lauf der Tigers einläutete und den Vorsprung der Hausherren einschmelzen ließ (49:44, 23. Minute). Dem Aufbäumen der Gäste hielten die Neustädter, angeführt von Joshua Burgunder, entgegen. Entsprechend entbrannte ein Ringen um das Einschmelzen des Vorsprungs, in dem die Tigers immer wieder den Kürzeren zogen. Den wiederholten Versuchen der Tigers entflohen die Neustädter ebenso (64:52, 28. Minute). 

Während zu Beginn der Schlussphase auf Seiten der Niedersachsen die Rädchen ineinander griffen, lief es für die Gäste alles andere als rund (78:59, 33. Minute). Verlief das Spiel bisher wenig offensiv, folgte nun ein Schlagabtausch auf beiden Seiten. In diesem war noch nichts sicher, zwei aufeinanderfolgende Dreier der Ascherslebener (89:75, 37. Minute) ließen den Shooters-Coach Lars Buss mit einer Auszeit reagieren. Doch diese brachte zunächst nicht die erhoffte Wirkung, da die Reuse auf beiden Seiten wie zugenäht schien. Kamen zunächst nur noch wenige Punkte hinzu, fielen die Körbe in der letzten Minute noch einmal. Dies sollte den Siegeslauf zum 94:86 für die Neustädter allerdings nicht mehr verhindern.

Stimmen zum Spiel:

Marcel Koulibaly, Spieler-Coach der Aschersleben Tigers: “Glückwunsch an Neustadt. Sie waren heute nicht komplett und haben dennoch eine gute Leistung gezeigt. Es war ein hartes Spiel für uns, zwei Spieler waren ausgefoult. Wir haben nicht unser Spiel gespielt und zu viele Rebound liegen gelassen. Neustadt hat stark gespielt, obwohl ihnen Größe fehlte. Unser Headcoach war krank, weshalb ich als Spielertrainer eingesprungen bin.”

Lars Buss, Headcoach der TSV Neustadt temps Shooters: “Es war ein schweres Spiel, wie bereits zur Hinrunde. Wir haben Verletzungssorgen und sind auf der us-amerikanischen Position auf der Suche. Von daher war es ein schwieriges Spiel. Es waren viele Spieler auf Positionen, wo sie es nicht gewohnt sind zu spielen. Es war ein knapper Sieg und ich bin stolz darauf, wie meine Jungs gespielt haben.”

Stats

Für die TSV Neustadt temps Shooters: Doekhi 32 Punkte, Kikwaki 17 / 11 Rebounds, Burgunder 15, Kwilu 9 / 10, Jelovcic 8, Ndhine 8, Neunzling 5, Becker, Jilek

Für die Aschersleben Tigers spielten: von Hain 23 Punkte, Davis 13 / 6 Rebounds, Höhmann 13 / 5, Salenieks 12 / 5 / 6 Assists, Meyer 11, Giebel 10 / 6, Galiano 2, McDonald 2, Cam