Viele Teams haben Probleme mit der Qualität ihrer Mannschaft, der Trainingsmoral oder der Teamchemie. Diese Baustellen konnten die Aschersleben Tigers bereits früh in der Saison beheben, doch so gut auch gearbeitet wurde, ein Problem hängt weiterhin wie eine Regenwolke über der Mannschaft. 

„Unser Kader ist einfach zu dünn, um anständig trainieren zu können. Vielleicht ist das Meckern auf hohem Niveau, aber ich bin Jemand, der auf gutes und intensives Training viel Wert legt“, beschwert sich Trainer Christian Schäfer. 

Zwar kehrte vor zwei Wochen der langzeitverletzte Matevz Magusar langsam in das Mannschaftstraining zurück, doch daraufhin verletzte sich Dino Erceg und auch Sebastian Harke. Beide werden Sonntag spielen können, fielen jedoch fürs Training aus. 

„Ich kann unseren Trainer schon verstehen. Derzeit reicht eine kleine Fußverletzung oder eine Erkältung und wir haben keine zehn Leute mehr. Umso schöner, dass wir es als Team schaffen, trotzdem hart zu arbeiten. Wir stehen füreinander ein. Deshalb fahren wir auch mit breiter Brust nach Westerstede“, so Kapitän Sebastian Harke. 

Der Verein ist mittlerweile machtlos, denn Spieler durften nur bis zum 31.01 verpflichtet werden. Aber die Mannschaft wird weiter kämpfen, um den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. So auch kommenden Sonntag gegen die Eagles aus Westerstede. Das Hinspiel ging deutlich an die Tigers, allerdings wartet beim Auswärtsspiel ein großer Teil der Spieler aus der 2.Basketball Bundesliga auf den ascherslebener Kader. 

Bleibt abzuwarten, ob die Tigers den intensiven Basketball der vergangenen Wochen bis zum Saisonende durchhalten können. Der nächste Gegner wartet bereits siegeshungrig auf die Spieler der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts.