Als wäre ALBA Berlin nicht ohnehin schon der Angstgegner aus den vergangenen Jahren, so ist am kommenden Wochenende die Ausgangssituation für die Aschersleben Tigers umso schwerer.

Während bereits in der Hinrunde ein Big Man verletzungsbedingt ausfiel, wiederholt sich kommen Samstag das Szenario. Damals noch Robert Kujundzic, ist es dieses Mal Landsmann Dino Erceg, der von der Bank aus zuschauen muss. Er verletzte sich in der letzten Partie gegen Westerstede, indem er ungünstig auf einem Fuß seines Gegenspieler landete und das Spielfeld verließ. Auch Jonas Groth fällt aufgrund seines FSJs die gesamte Trainingswoche aus und kehrt erst zum Spiel zur Mannschaft zurück.

Somit werden den jungen wilden Spielern aus Berlin nur acht verbleibende Tiger gegenüber stehen. Getreu dem Motto: Des einen Freud des anderen Leid. Die Hauptstädtern werden an der Situation durchaus Gefallen finden, denn die aggressive Spielweise und tiefe Bank wird ihnen erlauben, den Tigers auch den letzten Prozent Akku zu rauben. Bereits im Hinspiel gewann ALBA durch das, für die Ascherslebener zu hektische Spiel.

Samstag Abend um 19:30 Uhr in der Ballhaus Arena wird sich zeigen, ob sich das Team auf die Situation gut einstellen kann. Coach Schäfer hat sich dazu bereits einen Plan zurecht gelegt: „Es ist relativ simpel, wenn du so wenig Spieler zur Verfügung hast, musst du versuchen das Tempo zu kontrollieren. Mit Mason haben wir auch einen guten Point Guard, der hoffentlich unser Spiel beruhigen kann. Es wird vor allem darauf ankommen, ob wir unsere Defensiv-Probleme des vergangenen Spiels beheben können.“

Das gesamte Umfeld der Tigers-Family hofft auf eine gut gefüllte Halle gegen die Bundesliga-Reserve von ALBA Berlin. „Unser geschrumpfter Kader hat die Anerkennung der Leute verdient, die Jungs ackern hart und würden sich über eine volle Halle riesig freuen“, ergänzt Assistenztrainer Chris Pagentine.