Vergangenes Wochenende siegten die Aschersleben Tigers gegen den Tabellenletzten ALBA Berlin und zeigen somit, dass sie es eben doch im Blut haben – das Siegen. Wie oft wurde doch darüber diskutiert, ob die Mannschaft über eine volle Spielzeit dominant und konstant auftreten kann. Die Antwort ist simpel: Ja, sie kann.

Im Rückblick auf die Partie in der Hauptstadt ist im ersten Moment vor allem eine Person mehr als erleichtert. Cheftrainer Christian Schäfer, der mit seinem jungen Team stetig versucht neue Erfahrungen zu festigen, lässt die Szenen noch einmal Revue passieren: „In jedem Spiel hatten wir bisher immer wieder Phasen, in denen wir komplett eingebrochen sind und dem Gegner Zugriff auf das Spiel erlaubt haben. Ich bin sehr stolz, dass meine Jungs Samstag voll durchgezogen haben.“ 

Obwohl Kapitän Boyan Tenev, Carlos König und Urgestein Sebastian Harke angeschlagen waren, starteten die Ascherslebener stark in die Partie und erzielten nach 55 Sekunden bereits die ersten Punkte im Punktspiel. Bereits nach fünf Minuten stand eine 2:12 Führung auf der Anzeigetafel. Dennoch konnten sich die Berliner durch hohen defensiven Druck in der Partie halten. Doch auch wenn den Tigers in der Offensive wenig in der ersten Hälfte gelang, stand die Defensive wie ein Mauerwerk. Somit gelang Alba in den ersten 20 Minuten nur 24 Punkte. Folgerichtig ging es mit einem 24:35 in die Pause.

Im dritten Viertel schalteten die jungen Wilden noch einen Gang nach oben. ALBA konnte das hohe Tempo nicht mithalten und musste das Spiel aus der Hand geben. Die Startaufstellung, bestehend aus Kendal Williams, Jordan Aboki, Roland Winterstein, Niklas Radestock und Salman Manzur, brachte danach eine Vorentscheidung – 33:54 bei nur noch zehn Minuten auf der Uhr.

Während Importspieler Kendal Williams zum wertvollsten Spieler des Spiels avancierte, glänzten vor allem Mick Neumann mit 2/2 Würfen und Alexander Helten (75%) mit exzellenten Wurfquoten. Coach Schäfer gab somit allen Spielern die Möglichkeit, sich auf dem Feld zu präsentieren. Was sich zwar auf die Punktedifferenz auswirkte, der starken Vorstellung aber kein Fleck auf der Weste bescherte. Nach 40 Minuten war es ein starker Start-Ziel Sieg von den Aschersleben Tigers und mit 57:72 konnte man endlich seine Bilanz auf 6-6 in der Tabelle aufwerten.

 

Punkteverteilung Tigers:

Kendal Williams (13/9 Rebounds/7 Assists), Jordan Aboki (14/7 Rebounds/5 Assists), Niklas Radestock (4/7 Rebounds/3 Assists), Jaksa Sola (2), Leo Aris, Alexander Helten (8), Boyan Tenev (9), Roland Winterstein (6/3 Rebounds), Jonas Groth (1 Rebound), Mick Neumann (4), Salman Manzur (12/8 Rebounds/4 Assists)