Am vergangenen Samstag reisten die in der Rückrunde bis dato ungeschlagenen Aschersleben Tigers nach Bremen zu den Weser Baskets. Auch dort hofften sie ihre Serie weiter fortführen zu können und dies taten sie auch. 

Lange vor dem Spiel wussten die Tigers, dass es ein schweres Spiel werden würde. Vor allem die mentale Herausforderung sollte zum Schwerpunkt werden, denn nach dem überragenden Sieg gegen den Tabellenführer Cuxhaven war es die Aufgabe der Coaches Birla und Schäfer auf die Euphoriebremse zu treten. ,,Es ist immer schwer, wenn du den Tabellenführer schlägst und danach zu einem Team fährst, welches relativ weit unten in der Tabelle steht“, so Björn Birla.  

Die Gastgeber aus Bremen erwischten einen überragenden Start und trafen in erster Linie von Außen viele Würfe. Damit waren die Tigers kaum in der Lage für einander Hilfe zu leisten und verloren oft in den 1gegen1 Situationen. Daraufhin nahmen die Ascherslebener das erste Timeout, welches jedoch keine Verbesserung mit sich brachte. Robert Kujundzic traf mit der Sirene von der Mittellinie und brachte die Führung mit 24:29 im ersten Viertel. 

Im zweiten Viertel spielte das Tempo eine entscheidende Rolle, dass von beiden Teams sehr hoch angesetzt wurde. Dabei wurde eher auf die Offensive gesetzt als auf die Defensive. Schlussendlich stand es nach einem ausgeglichenen Viertel 49:54 zur Halbzeitpause.  

Assistantcoach Birla kam nach der Pause mit einem Statement aus der Kabine, welches man so nicht erwartete hätte: ,,Wir dachten eigentlich, dass wir gute Vorarbeit geleistet hatten, doch so richtig haben wir die Köpfe der Spieler erst in der Halbzeit frei bekommen.“ Als die Mannschaft darauf erneut das Feld betrat, hielten sie ihr Ass im Ärmel parat. Mit intensiver und vor allem taktisch kluger Verteidigungsarbeit setzten sie Bremen vor eine nahezu unlösbare Aufgabe. Auch die 1gegen1 Situationen wurden besser verteidigt, die Hilfen unter den Körben standen gut und die Rotationen liefen wie geschmiert. Resultat dieses Viertels waren nur elf zugelassene Punkte der Gegner und eine Vorentscheidung mit einem 60:79. 

Im letzten Viertel bekamen dann alle Spieler noch einmal eine Einsatzzeit, unter anderem auch Neuzugang Stefan Topalovic, der mit einer hochklassigen Aktion seinem Gegenspieler förmlich einen Knoten in die Beine spielte und dann per Mitteldistanzwurf endete. Nach Abpfiff stand ein 82:97 auf der Anzeigetafel.  

Mit dem Sieg in der Tasche traten die Tigers erschöpft, jedoch glücklich den langen Weg nach Hause, zurück in den Salzlandkreis, an. Ab Montag werden dann schon wieder die Krallen für das nächste Heimspiel am 11.02 gegen Westerstede geschärft, denn die Siegesserie soll nicht reißen.