Eine neue Saison, das erste Spiel und der erste Sieg. Der Auftakt der Aschersleben Tigers hätte nicht besser laufen können, wäre da nicht das fatale zweite Viertel gewesen. 

Die junge Mannschaft startete mit viel Aggressivität und Motivation gegen den ETV Eimsbüttel in das erste Viertel. Das diese bei den Gegnern Wirkung zeigte und die Tigers in Führung brachte, hatte auch mit dem Fehlen des US-Amerikaners zu tun, der bisher noch keine Spielberechtigung erhalten hatte. 

Somit konnte sich das Team vor allem auf den gegnerischen Schlüsselspieler Vidmantas Uzkuraitis konzentrieren, der die dynamischen Tigers immer wieder versuchte müde zu machen. Einen Spieler konnte er jedoch nicht beeindrucken – Salman Manzur. Dieser setzte Uzkuraitis so sehr unter Druck, dass der den ein oder anderen Wurf abgeben musste. Der Vorsprung war vorerst in Sicherheit. 

Im zweiten Viertel wurde diese Sicherheit zu einer großen Unsicherheit, als das Spiel unterbrochen werden musste. Der Slowake Robert Sturcel konnte noch zwei Punkte sammeln, bevor er sich bei einer Verteidigungsaktion das Knie verdrehte und mit kreidebleichem Gesicht auf dem Hallenboden liegen blieb. Eine Schrecksekunde, die vor allem eine große Frage in den Raum schrieb: Ist es wieder das bereits vorbelastete Knie? Nach wenigen Minuten dann Entwarnung. Es betrifft das andere Bein. Wie lange Sturcel jedoch ausfallen wird und welche Verletzung letztendlich vorliegt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. 

Trotz großer Sorge, zogen die Aschersleben Tigers ihre Aggressivität weiter durch – mit Erfolg. Während Jordan Aboki beide Korbanlagen an ihre Belastungsgrenzen trieb und die Zuschauer zum staunen brachte, lieferte Kendal Williams zehn erstklassige Vorlagen für seine Mitspieler und verlor dabei nur einmal den Ball. Auch das Ascherslebener Urgestein Sebastian Harke zeigte eindrucksvoll mit einem     3-Punkt-Wurf, dass die sportliche Laufbahn mit 36 Jahren noch nicht vorbei sein muss. 

Der einzige Spieler, der nicht zum Zug kam, war Carlos König. Als 13. Spieler im Team konnte er, zumindest in diesem Heimspiel, den Spielbetrieb nicht persönlich beeinflussen. Doch das nächste Heimspiel kommt gewiss.