Die Aschersleben Tigers fuhren vergangenen Sonntag ihren zweiten Sieg in der neuen Saison ein. Am Ende konnten sie sich mit 66:77 gegen die TSG Westerstede durchsetzen, doch das Ergebnis war nicht dauerhaft so eindeutig, die Tigers mussten sich das Stück für Stück erarbeiten. 

Bereits nach der Abreise in Aschersleben ohne Kapitän Boyan Tenev waren die Gemüter leicht angespannt. Der Bulgare verletzte sich im Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel und zog sich eine Rückenverletzung zu. Somit blieben zwei Plätze im Bus unbesetzt. Für das restliche Tiger-Rudel ging es in einer knapp sechs stündigen Autofahrt ins Ammerland, welches sie staubedingt erst eine halbe Stunde vor Tip-Off erreichten. 

Nach einer kurzen, aber intensiven Aufwärmung begann das Spiel zunächst auf Augenhöhe. Noch leicht geschwächt durch die lange Anreise starteten die Ascherslebener in die Partie. Trotz hochkarätiger Besetzung starteten auch die Gegner mit zurück geschraubter Power. Eine starke Defense führte zwar immer wieder zu Ballverlusten seitens der Eagles, jedoch reichte es in der ersten Halbzeit noch nicht, um sich deutlich abzusetzen. 

In der zweiten Halbzeit setzte der junge Niklas Radestock den Schlüsselspieler Marcello Schröder unter Druck und war damit auch immer öfter erfolgreich. Dies konnte auch an seiner langen Spielzeit von über 20 Minuten abgelesen werden. Topscorer Salman Manzur aus dem ersten Spiel, gab sich jedoch eher unkonzentriert, verlegte viele einfache Körbe. Im dritten Viertel drohten die Tigers dann noch einmal kurz einzubrechen, nachdem Kendal Williams eine Pause brauchte. Doch sie konnten sich fangen.

Mit 66:77 endete die Partie in Westerstede. Coach Schäfer war überrascht, zumal er zwei Spieler verletzungsbedingt zu Hause lassen musste: ,,Auf der Fahrt zur Hössenhalle war ich zugegeben sehr skeptisch über die kommende Partie. Umso überraschter und glücklicher dann aber über den hart erarbeiteten Sieg.“ 

Am kommenden Samstag erwartet die Ascherslebener dann wieder ein Spiel in den heimischen vier Wänden. Gegner wird der ASC Göttingen sein, der einen nicht ganz so weiten Anreiseweg hat, wie die Tigers in diesem letzten Auswärtsspiel. Zum Schluss fügt Headcoach Christian Schäfer noch hinzu: ,,Wir brauchen auf jeden Fall ein volles Ballhaus. Unsere Mannschaft benötigt diese Sicherheit und Unterstützung von den Fans, um ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können.“ 

 

Punkteverteilung Tigers: 

Kendal Williams (20/8 Rebounds/7 Assists), Niklas Radestock (8/5 Rebounds), Jaksa Sola, Alexander Helten, Jordan Aboki (18/6 Rebounds), Roland Winterstein (7/4 Rebounds), Jonas Groth, Mick Neumann, Salman Manzur (10/4 Rebounds), Sebastian Harke (14/9 Rebounds)