Bisher ist in der Saison 2018/19 noch kein einziges Team in der 1. Regionalliga Nord ohne Niederlage durchgekommen. Mit 14 verschiedenen Mannschaften mit unterschiedlichsten Ausgangslagen, ist dies auch nicht verwunderlich. Auch die Aschersleben Tigers mussten sich vergangenen Samstag eingestehen, dass es besonders die Absteiger der Saison in sich haben. RSV Eintracht Stahnsdorf ist einer davon. 

Über der Trainingshalle am Ascaneum, die gleichzeitiger Austragungsort der Partie war, lag von Beginn an eine kuriose Stimmung. Denn die Fans waren ungewohnt ruhig. Ob sie ahnten, wie schwer es werden würde? 

Das Spiel startete mit einer Aboki-Manzur-Radestock-Tenev-Williams Konstellation, die den Gegner mal so gar nicht abschrecken konnte. Bereits in den ersten Minuten ließen diese munter die erste sieben Punkte prasseln. Mit Topscorer Matthew Dogan und Schlüsselspieler Moses Pölking war das überhaupt kein Problem. Lediglich für die Tigers war es ein Problem. Die hatten trotz guter Verteidigung im ersten Viertel Probleme den Ball in den Korb zu bekommen. Erst knappe drei Minuten vor dem Ende der ersten zehn Minuten gelang ihnen durch einen Freiwurf nach einem Foulspiel der Stahnsdorfer der erste Wurf.

Im zweiten Viertel ging es mit zahlreichen Ballverlusten der jungen Wilden los. Auch wenn die Ascherslebener die Führung nach kurzer Zeit wieder etwas eindämmen konnten, konterten die Gegner  mit einem Dreier und vergrößerten den Abstand somit prompt wieder. Ebenfalls für Punkte auf Seiten der Gegner sorgten mehrere Teamfouls, die ihre Führung nur zusätzlich ausbaute und bestärkte. Mit fünf Punkten kurz vor der Pause von Gegenspieler Babskauskas war die Vorentscheidung der Partie bereits gefallen (29:46).

,,Die Einstellung einiger Spieler hat mir an diesem Tag gar nicht gefallen. Aus diesem Grund, habe ich mich nach der Halbzeitpause dazu entschieden, die jungen Spieler antreten zu lassen, damit sich ein Umdenken in den Köpfen formt und sie sehen, dass so kein Spiel gewonnen werden kann“, so Christian Schäfer zum Verlauf.

In der zweite Halbzeit verloren die Tigers dann jedoch jeglichen Anschluss an Eintracht Stahnsdorf. Während das 3er Gespann Pölking, Babskauskas und Dogan beinahe jeden Wurf trafen, mussten die jungen Talente aus Aschersleben hartnäckig bleiben. Als die Gegner im letzten Viertel sich dann noch einmal ein paar Patzer erlaubte, tobte auch das Ascaneum. Dennoch reichte die aufgelegte Schnelligkeit und Aggressivität der Tigers nicht mehr aus, um die große Spanne auf die Gegner wett zu machen. Und so mussten sich die Ascherslebener mit einer bitteren Niederlage geschlagen geben (63:93). ,,Wir wussten, dass es schwierig werden wird gegen so ein erfahrenes Team. Wir hätten einen sehr sehr starken Tag am Samstag gebraucht und den hatten wir eben nunmal nicht“, so Headcoach Schäfer abschließend. 11 Jahre Bundesliga-Erfahrung bleiben eben auch 11 Jahre Bundesliga-Erfahrung. 

 

Punkteverteilung Tigers:

Kendal Williams (2/4 Rebounds/4 Assists), Niklas Radestock (9/3 Rebounds/4 Assists), Jaksa Sola, Carlos König, Alexander Helten (8), Boyan Tenev (4), Jordan Aboki (5), Roland Winterstein (11), Jonas Groth (4), Mick Neumann, Salman Manzur (14/3 Rebounds), Sebastian Harke (6/3 Rebounds)