Es war ein großer Kampf den die Aschersleben Tigers am Samstagabend ablieferten. Doch wie schon gegen Göttingen sollten die jungen Wilden am Ende mit leeren Händen dastehen.

Zwei Basketballphilosophien trafen aufeinander. Auf der einen Seite die Neustadt temps Shooters, die mit vielen Profis gespickt ihre individuelle Klasse ausspielen wollten und auf der anderen Seite die Tigers, die versuchten, sich mit Kampf und Teamplay in der Partie zu halten.

Extrem schnell und konzentriert startete der Gastgeber in das erste Viertel. Der ehemalige Vizemeister hatte schließlich auch einiges gut zu machen. Aufgrund einer Verletzung des Leistungsträgers Mubarak Salami blieben die Shooters weit unter ihren eigenen Erwartungen in den ersten Partien. Mit einem wieder genesenen Salami und viel Frust der vergangenen Partien wurden die Tigers überrant. Folgerichtig stand ein 24:16 Rückstand nach dem ersten Viertel auf der Anzeigetafel.

Im zweiten Viertel fanden die Ascherslebener dann zu ihrer gewohnten defensiven Stärke zurück und ließen nur 13 Punkte zu. Vor allem Kendal Williams konnte im Gegenzug die erzwungenen Ballverluste schnell verwerten. Zur Halbzeit war die Partie gedreht (37:39 Tigers Führung).

Nach der Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe und die Partie wurde hitziger. Beide Mannschaften schenkten sich demnach nichts. Bei den Tigers war es Center Salman Manzur, der mit sieben Assists immer wieder seine Mitspieler in Szene setzte. Leider war der Big Man an diesem Tag ohne Wurfglück. 0/3 aus der Mitteldistanz und nur 1/5 Freiwürfen sollten es am Ende der Partie sein.

Am Ende des Viertels waren es zwei technische Fouls und zwei unsportliche Fouls jeweils auf beide Mannschaften verteilt. Eine Bilanz, die zeigt, wie hitzig die Partie war. Zum Ende des Viertels stand es 61:61, zumindest dachten das alle Anwesenden. Doch dann wurde die Punktzahl der Shooters auf 63 Punkte korrigiert. Somit ging es mit einem Rückstand in den letzten Spielabschnitt.

Im letzten Viertel spielte Neustadt eine passive Verteidigung, was Aschersleben zwar einfache Würfe ermöglichte, doch die Schützen der Tigers hatten einen rabenschwarzen Tag. Tenev, Winterstein und Helten trafen zusammen lediglich 1 von 9 Dreiern. Hinzu kam, dass die junge Mannschaft in den letzten 4 Minuten ganze 5 Turnover spielte und somit Neustadt einfache Körbe ermöglichte.

Nach 40 Minuten hochklassigem Basketball und aufopferungsvollem Kampf, hat der Tigers-Familie am Ende ein wenig Erfahrung und Abgeklärtheit gefehlt. Das Spiel endet mit 87:81. Trotz der Niederlage fand Trainer Christian Schäfer lobende Worte: „Wir haben heute zwar verloren, aber stark gekämpft. Neustadt war uns individuell deutlich überlegen und wir haben uns dennoch im Spiel gehalten, weil wir als Team gespielt haben. 19 Ballverluste haben es uns unmöglich gemacht, anständig zu verteidigen. Wir müssen lernen mit solchen Drucksituationen besser umzugehen, nur dann werden wir in Zukunft auch solch enge Partien gewinnen“.

Punkteverteilung Tigers:

Kendal Williams (29/7 Rebounds/4 Assists), Niklas Radestock (7/3 Rebounds), Jaksa Sola, Alexander Helten, Boyan Tenev (13/4 Rebounds), Jordan Aboki (15/11 Rebounds), Roland Winterstein (2 Rebounds), Mick Neumann, Salman Manzur (11), Sebastian Harke (6/3 Steals)